Jubiläumsfeier 2018

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TOT

 

Jubiläumsfeier am "Tag der offenen Tür 2018"

Bei strahlendem Sonnenschein fand in diesem Jahr ein besonderer "Tag der offenen Tür" statt: Wir feierten Jubiläum und zwar nicht nur eins, sondern gleich sieben Stück!

 

60 Jahre Hauptgebäude

Unsere Hauptgebäude wurden im Jahr 1958 eingeweiht. Erbaut von dem Architekten Walther Ruoff stellen sie eine für die damalige Zeit ausgezeichnete neue Architektur dar mit lichtdurchfluteten Räumen, Einbauschränken, freundlicher Fassade... Sie stehen unter der Nummer DLNR 5038 seit 19. Mai 1989 unter Denkmalschutz und wurden 2006 saniert, wobei man aus nicht nachvollziehbaren Gründen die praktischen Einbauschränke sämtlich entfernte... - Leider führt die damals so gewollte Ausrichtung nach Süden heute zu extremer Aufheizung bei geringster Sonneneinstrahlung und der Denkmalschutz verhindert eine wirkungsvolle Abschattung, so dass die guten Absichten der 50er Jahre heute mit erheblichen Nachteilen für Kinder und Erwachsene einhergehen. Angeschlossen an die Hauptgebäude wurde ein Pausengang, der seit inzwischen mehr als 7 Jahren saniert werden soll. Vielleicht sorgt das verflixte siebte Jahr nun endlich dafür.

 

50 Jahre "Fliegende Klassenzimmer"

1968 wurden unsere Pavillons aufgestellt. Da sie lediglich für eine Übergangszeit von 3-5 Jahre konzipiert waren, sind Reversibilität und Endlichkeit als Voraussetzungen in der Baugenehmigung aufgeführt. Nun stehen sie also schon 50 Jahre auf dem Hof... Ein baugleiches "Fliegendes Klassenzimmer" wurde aufgrund von Baufälligkeit vor einigen Jahren abgerissen und anschließend wurde dort die Schulhoffläche gesperrt - bis heute, was ein weiteres trauriges Jubiläum darstellt, da es bereits 5 Jahre sind! - Der verbliebene Pavillon erhielt inzwischen an mehreren Stellen Flicken und Pflaster, gerade wurde ein neuer Gastank aufgebaut und die Therme umgerüstet. Vom "Fliegen" ist schon lange nicht mehr die Rede und ohne unseren Pavillon hätten wir noch größere Raumnot, vor allem auch im Nachmittagsangebot des offenen Ganztags. Wir hoffen sehr, dass unsere "bodenständigen Klassenzimmer" noch eine Weile halten - ein Kunstraum für die Grüneberg-Pänz wäre nach Abschluss einer angekündigten Generalinstandsetzung der Schule unser Traum!

 

45 Jahre Stelzenbau

1973 wurde begonnen, einen neuen, revolutionären Schulbau mitten auf dem Schulhof zu errichten. Damit die Kinder noch möglichst viel Freiraum zum Spielen in den Pausen behalten konnten, geschah dies auf Stelzen und mit einem großen Lichthof im inneren des Gebäudes, erhellt durch die große Glaspyramide auf dem Dach. Auch hier war das Büro des Architekten Walther Ruoff federführend tätig. Dieser sogenannte Stelzenbau wurde nun im Gegensatz zu den Hauptgebäuden aus dem damals beliebten Baustoff Beton erbaut. Die Wandflächen erhalten ihre Struktur durch den Einsatz von holzverschaltem Sichtbeton. Fensterfronten befinden sich fast rund um das Gebäude, um auch hier die Klassenzimmer hell zu gestalten. Es gibt zudem einige für uns so wichtige Differenzierungsräume - je einen zwischen zwei Klassenräumen. Dieser Stelzenbau fristet allerdings seit Jahren ein kümmerliches Dasein: Er ist an allen Ecken und Kanten sanierungsbedürftig und der Sanierungsstau feiert inzwischen auch ein leider wenig schönes Jubiläum: Mindestens seit 25 Jahren wird die Sanierung der Fenster, der Jalousien und der Elektroverkabelung, die Beseitigung des Asbestverbaus hinter den Leitungstunneln von Sanitär- und Elektroinstallationen sowie die Aktualisierung Brandschutzvorkehrungen nach jeweils neuen Richtlinien angekündigt. Seit 2 Jahren nun ziert ein Baugerüst den Betonbau... es soll die erforderlichen Brandschutzbestimmungen gewährleisten, bis mit der Generalsanierung begonnen werden kann. In der Zwischenzeit müssen alle Grüneberger mit den Einschränkungen leben: Es ist unerträglich heiß in dem Betonflachbau - vor allem in der von uns genutzten 2. Etage, da die Jalousien gerade zu allem Übel auch noch ersatzlos entfernt wurden... der offenen Innenraum birgt immer wieder Gefahren und kann zudem wegen des Schalls nicht genutzt werden... das Baugerüst schränkt den Schulhof ganz erheblich ein und es droht sogar noch eine Erweiterung... die Überdachung des Schulhofs erzeugt eine ganz erhebliche, gesundheitsgefährdende Lärmbelastung in den Pausen und die Pfeiler sind immer wieder Unfallquellen... die Liste kann problemlos erweitert werden. 

 

30 Jahre Inklusion

Vor 30 Jahren haben wir begonnen, erste vorsichtige Versuche in Kooperation mit der Förderschule Martin-Köllen-Straße auf den Weg zu bringen. Der ehemalige Oberbürgermeister Norbert Burger kam später eigens in die Schule, um sich über diesen Modellversuch zu informieren. Zuerst erhielten wir Unterstützung von SonderpädagogInnen der Partnerschule, die mehrfach in der Woche die kleine Wanderung zu uns hinüber antraten und uns im Unterricht unterstützten, Beratungen und auch Fortbildungen anboten. Später gab es dann Abordnungen, d. h. die KollegInnen blieben bei uns vor Ort und wurden Teil unseres Kollegiums. Inzwischen sind wir seit Jahren multiprofessionell aufgestellt, Inklusion ist ganz selbstverständlich unser Alltag! Zur Förderung haben wir uns eigens einen Psychomotorikraum eingerichtet und das Kollegium stellt sich regelmäßig durch Fortbildungen auf die wachsenden Herausforderungen ein. -  Von anfänglich einzelnen SchülerInnen ist der Anteil an Kindern mit Unterstützungsbedarf auf ca. 15 bis 20% angewachsen. Aufgrund der baulichen Gegebenheiten (es gibt keine Aufzüge in den Gebäuden) sind wir leider nicht barrierefrei. Dies stellt eine Einschränkung in der Aufnahme von SchülerInnen dar.

 

10 Jahre OGS

Seit dem Schuljahr 2017/18 ist ein offener Ganztag an der Grünberg-Schule installiert. Angefangen mit 2-3 Gruppen sind wir inzwischen bei 6 Gruppen angelangt. So verwundert es nicht, dass das eigens errichtete, an die Hauptgebäude angeglichene, neue Gebäude mit drei Gruppenräumen, Büros und Küche schon nach kurzer Zeit aus den Nähten platzte. Immerhin konnten wir hier erwirken, dass die Ausrichtung der Räume nicht zur Sonne hin erfolgte. Die OGS besuchen knapp 50% der Kinder unserer Schule, was für Köln einer der geringsten Anteile an OGS-Plätzen bedeutet. Für einen Stadtteil wie Kalk ein Armutszeugnis, aber aufgrund des akuten Platzmangels leider momentan nicht anders zu handhaben...

 

10 Jahre Forschendes Lernen/Primarforscher

Durch die Teilnahme an einer bundesweiten Ausschreibung zum "Primarforscher"-Projekt konnten wir unser bisheriges Angebot um den Schwerpunkt "Forschen" ergänzen. Wir richteten mit den Fördermitteln und großzügigen Spenden einen Forscherraum ein, standen über 4 Jahre bundesweit mit anderen Schulen im engen Austausch, besuchten fachspezifische Fortbildungen und erweiterten so unseren schulisch vorher nur auf Kalk bezogenen Horizont ganz erheblich. - Inzwischen halten wir regelmäßig Themenwochen zu verschiedenen Bereichen des Lehrplans Sachunterricht (insbesondere zu Chemie und Physik) ab und bringen den Kindern in Kalk so die MINT-Fächer mit Spaß und Experimentierfreude in Forscherkittel und mit der Schutzbrille auf der kleinen Nase näher. 

 

10 Jahre Grüneberg-Schule

Die Teilnahme an dem "Primarfoscher"-Projekt stellte für uns eine Initialzündung dar: Wir erarbeiteten uns ein neues Profil, entwickelten ein ganz neues Selbstbewusstsein und dazu gehörte auch endlich ein richtiger Schulname! In dem Mitbegründer der Chemischen Fabrik Kalk hatten wir ein Vorbild gefunden: Hermann Julius Grüneberg war schon in jungen Jahren wissbegierig, er ging den Dingen auf den Grund und zeigte auch eine soziale Grundhaltung. Die direkten Nachfahren von Herrn Grüneberg erlaubten uns recht schnell, dass wir den Namen "Grüneberg-Schule" beantragen durften und es entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen ihnen unserer kleinen Kalker Schule. Bis heute profitieren wir von ihrem Engagement für uns und wir sind dafür sehr dankbar!

Dies sind unsere Jubiläen 2018... manche ein Grund zum Feiern, manche eher ein Grund zur Trauer. Aber wie immer sind wir als Schule bemüht, aus allem das beste zu machen. So haben wir eben gefeiert!

Es war ein toller Tag mit vielen interessierten Besuchern (ehemalige SchülerInnen genauso wie Eltern mit ihren zukünftigen Schulkindern, Freunde und Förderer der Schule und Familienangehörige der Grüneberg-Pänz...), einem wunderbaren Chor von über 300 Kindern auf dem Schulhof, einem reichhaltigen Kuchen- und Spezialitätenbuffet und einer großen Jubiläumsausstellung auf dem stilvoll geschmückten Schulhof!

 


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